Gemeinsam zerlegt


 
 

Autor: Ernst Stimmer



 

Mit dem
Vorschlag­hammer
fürs Teamgefühl: 
Wie wir ein 
Auto zerlegt
haben

Man kennt diese Szenen aus Filmen oder viralen Clips: Jemand geht mit Hammer oder Brechstange auf ein Auto los, Scheiben splittern, Metall knickt ein – und es sieht fast mühelos aus. Bis man selbst einmal davorsteht und merkt: Ein Auto kaputtzumachen ist verdammt harte Arbeit.

Genau diese Erfahrung durften wir beim Oakie Come Together 2021 machen. Und was als verrückte Idee begann, wurde zu einem der unvergesslichsten Teamevents, die wir je hatten.

 
 

Die Idee:
Zerstören erlaubt


 
 
 

Unser dreitägiges Come Together stand an, und plötzlich kam Max – ehemaliger Kollege und aktives Mitglied der freiwilligen Feuerwehr in Schöppenstedt – mit einem Vorschlag um die Ecke:

Bei der Feuerwehr üben sie regelmäßig, eingeschlossene Personen aus Unfallfahrzeugen zu befreien. Ob wir nicht Lust hätten, das als Teamevent auszuprobieren?

Und bevor die Profis ran dürfen, könnten wir das Auto erst einmal selbst bearbeiten.

 

 

Die Zustimmung?
Kurz gesagt: Begeisterung ist noch untertrieben.

 
 
 

Auf zur Feuerwehr:
Zwischen Neugier und
Blaulicht-Fantasien

Los ging es auf dem Hof der freiwilligen Feuerwehr Schöppenstedt. Wir bekamen eine Führung durch die Halle, durften Equipment bestaunen und sogar Atemschutzmasken ausprobieren.

Währenddessen wanderte der Blick immer wieder suchend umher – wo ist denn nun das Auto?

Die Auflösung: Wir würden stilecht mit zwei Feuerwehrfahrzeugen zu einem Übungshof ein paar Straßen weiter gefahren. Dort wartete unser „Opfer“.

Allein die Fahrt war schon ein Erlebnis. Hoch oben im Feuerwehrwagen sitzen, per Funk mit dem anderen Fahrzeug quatschen und heimlich hoffen, doch mal kurz das Blaulicht anzuschalten (durften wir natürlich nicht). Die Fahrzeuge selbst hatten mehr Charakter als Komfort – aber sie fuhren, und das zählte.

 

Destroymodus:
Wenn das Team loslegt


 
 

Auf dem Übungshof angekommen stand es da: unser Auto, umgeben von Werkzeugen, die jedes Heimwerkerherz höher schlagen lassen – Hammer, Vorschlaghammer, Metallstangen und mehr.

Bevor wir loslegen durften, gab es erstmal Sicherheitsausrüstung: Jacke, Helm, Schutzbrille, Handschuhe. Ein paar Hinweise, dann fiel das inoffizielle Startsignal.

Und was soll man sagen:
Zögerliches Antasten?
Fehlanzeige.

Vivien schnappte sich direkt den Vorschlaghammer und drosch mit sichtbarer Begeisterung auf das Auto ein. Im Laufe der Zeit probierte sie jedes Werkzeug durch – begleitet von Jubel und Gelächter. Auch der Rest des Teams ließ sich nicht lange bitten.

 

Matthias sprang kurzerhand aufs Dach und hüpfte darauf herum, während alle gespannt warteten, ob es nachgibt. Die Scheiben waren schnell Geschichte, und zwischendurch posierten einige sogar für Erinnerungsfotos im halb zerlegten Innenraum.

 
 
 

 
 
 

Moment mal – Stephan, Chrischan und Sven fehlen heute zwar, aber wir haben ihre Avatare dabei. Wenn wir sie hochhalten, sind sie doch irgendwie mittendrin.

Alex

 
 
 
 

Teamspirit kennt eben keine Abwesenheit

 
 

Überraschung:
Autos sind ziemlich robust

 
 

Was wir schnell gelernt haben:
Ein Auto komplett zu zerlegen ist echte Knochenarbeit.

Klar, man bekommt einiges kaputt – genug, dass jede Werkstatt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ­würde. Aber das Bild eines völlig zerfetzten Wracks blieb eine Illusion. Und nach einer Weile merkte man jeden ­Muskel.

 

Teil zwei:
Zerstören mit Sinn


 
 

Nach dem kreativen Chaos kam der Perspektivwechsel. Jetzt zeigte uns die Feuerwehr, wie Rettung wirklich funktioniert.

Mit hydraulischem Spreizer und Schere übten wir, wie man Türen aufhebelt oder Dächer abtrennt, um Menschen aus Fahrzeugen zu befreien. Das Gerät ist schwer, laut und beeindruckend präzise.

Unsere Gruppe simulierte eine Bergung über die Beifahrertür: ansetzen, Druck aufbauen, Metall knarzt – und plötzlich fällt die Tür mit einem lauten Krachen heraus.

Noch eindrucksvoller war die Schere: Einmal angesetzt, frisst sie sich scheinbar mühelos durch den Türrahmen, bis man das Dach schließlich gemeinsam abheben kann. Spätestens da wurde klar, wie viel Know-how und Verantwortung hinter solchen Einsätzen steckt.

 
 
 

Mehr als nur ein Adrenalinkick

Am Ende waren wir uns alle einig: Es war nicht nur ein Riesenspaß, sondern auch ein seltener Einblick in eine Welt, die man sonst nur aus Nachrichten kennt.

Wir gingen mit Muskelkater, jeder Menge Geschichten – und großem Respekt für die Arbeit der Feuerwehr.

 
 

 

Und ganz typisch für uns bekam das Equipment noch eine letzte, humorvolle Wendung: Schutzbrillen und Handschuhe gingen an Robin.

Der renoviert gerade sein Haus.

Man kann auf der Toilette im ersten Stock durch ein Loch im Boden das Fernsehprogramm im Wohnzimmer verfolgen.

Sagen wir mal so: Die Ausrüstung war dort wirklich gut aufgehoben.

 

 

Fazit:

Das Oakie Come Together bleibt unberechenbar – und genau das macht es so besonders. 
Jedes Jahr anders, jedes Mal verbindend. 

Und manchmal braucht es eben einen Vorschlaghammer, um Teamgeist richtig spürbar zu machen.

 


Zurück
Zurück

Oakie Stammtisch

Weiter
Weiter

Azubis bei Red Oak